Querkopf

halt die augen auf.




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Cat.: Allgemein
06. September 2011

Reflektionen über Erwartungen, Hoffnungen und Realitäten.

Sichtlich erstaunt war ich, als ich am Freitag zur Mappenabgabe die Räumlichkeiten das erste Mal sah. Gerüchte, das diese Klasse in grausigen Räumen untergracht ist, konnte ich mal nicht bestätigen, vielmehr hatte es den Anschein nach einer etwas designlastigen Kreativabteilung eines New-Economy Unternehmes – in dem sich der Chef nie blicken lässt und die Mitarbeiter zu den Vorgesetzten ein freundschaftliches Verhätnis haben.

Nach der Mappenabgabe, bei der wirklich alle sehr freundlich waren und sich Zeit genommen haben ging es ins Wochenende des Wartens.

Montag, Zugelassen – Danke.

Mit der Erwartung nach digitalen Aufgabenstellungen, Theoretischen Fragen zur Netz- und Cyberkultur, Technopaganismus, Screenvisualisierungen, Projektionen in virtuellen Räumen, Cybernetische Body Art, Beziehungen zwischen Kunst und Artificial Intelligence oder gar Programmcodevisualisierung einer relationalen Datenbank – wurde ich am ersten Tag echt überrascht mit einer Aufgabenstellung im öffentlichen Raum. Wohl mit Software aufbereitet aber im öffentlichen Raum – also Real. Aber es war verständlich um was es ging und es lief einfach super, die Idee war klar und deutlich – keine Einschränkungen.

Die Aufgaben der darauffolgenden Tage verstand ich nur zum Teil, Schubladendenken mit Katastrophenbildern, Kunstkonzepte schreiben (was auch immer ein Kunstkonzept ist) und Storyboard zeichnen (wobei natürlich auf die Form kein Wert gelegt wurde, klar;-)) sowie eine weitere Installation mit nicht viel Text sondern eher bildlich beschreiben, und ja, nix kommerzielles – was auch immer das heissen mag.

Nachdem alles abgeschlossen war, begann ich zu resumieren und bemerkte das ich die Endresultate reduzierte. Vor allem am letzen Tag. Kurze Geschichte, inhaltlich reduzierte Bilder ohne europäischen Hintergrund und was mit ner Discokugel die nur angeleuchtet wird. Autsch.

Aber dennoch Hoffnung das visuelle Mediengestaltung eine Art Botschaft vermittelt und nicht von der Anzahl der eingesetzen Projektoren, Techniken, Sensoren, Überlagerungen und Interaktionen abhängt. Sondern das es auch heissen kann klare und verständliche Bilder zu transportieren. Ähstetik zu schaffen und die Schönheit der Natur zu erweitern. Aber welcher Europäer versteht schon das Ereignis wenn es in der Wüste regnet. Eigentoor.

Diese Hoffnung wurde also nicht erfüllt – was solls.

Gerlernt habe ich dennoch viel

Kunst darf nicht kommerziell sein
Kunst muss keine Aussage haben
Kunst kann einfach nur sein.
mit 28 ist man eigentlich zu alt zum lernen

„*Ich habe in die Zukunft geblickt und einen Morph gesehen.“
variable identitäten
*Mark Dery; Cyber; 1996

wenn du eine revolution machst, dann aus spass
mach´s nicht zu gewissenhaft,
mach´s nicht mit tötlichem erst,
mach´s aus spass