{"id":33,"date":"2011-09-06T10:22:38","date_gmt":"2011-09-06T10:22:38","guid":{"rendered":"http:\/\/querkopf11.querkopf.org\/?p=33"},"modified":"2011-09-06T10:22:38","modified_gmt":"2011-09-06T10:22:38","slug":"wende-an-an-gewendet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.querkopf.org\/?p=33","title":{"rendered":"Wende an an gewendet"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Reflektionen \u00fcber Erwartungen, Hoffnungen und Realit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Sichtlich erstaunt war ich, als ich am Freitag zur Mappenabgabe die R\u00e4umlichkeiten das erste Mal sah. Ger\u00fcchte, das diese Klasse in grausigen R\u00e4umen untergracht ist, konnte ich mal nicht best\u00e4tigen, vielmehr hatte es den Anschein nach einer etwas designlastigen Kreativabteilung eines New-Economy Unternehmes &#8211; in dem sich der Chef nie blicken l\u00e4sst und die Mitarbeiter zu den Vorgesetzten ein freundschaftliches Verh\u00e4tnis haben.<\/p>\n<p>Nach der Mappenabgabe, bei der wirklich alle sehr freundlich waren und sich Zeit genommen haben ging es ins Wochenende des Wartens.<\/p>\n<p>Montag, Zugelassen &#8211; Danke.<\/p>\n<p>Mit der Erwartung nach digitalen Aufgabenstellungen, Theoretischen Fragen zur Netz- und Cyberkultur, Technopaganismus, Screenvisualisierungen, Projektionen in virtuellen R\u00e4umen, Cybernetische Body Art, Beziehungen zwischen Kunst und Artificial Intelligence oder gar Programmcodevisualisierung einer relationalen Datenbank \u2013 wurde ich am ersten Tag echt \u00fcberrascht mit einer Aufgabenstellung im \u00f6ffentlichen Raum. Wohl mit Software aufbereitet aber im \u00f6ffentlichen Raum &#8211; also Real. Aber es war verst\u00e4ndlich um was es ging und es lief einfach super, die Idee war klar und deutlich &#8211; keine Einschr\u00e4nkungen.<\/p>\n<p>Die Aufgaben der darauffolgenden Tage verstand ich nur zum Teil, Schubladendenken mit Katastrophenbildern, Kunstkonzepte schreiben (was auch immer ein Kunstkonzept ist) und Storyboard zeichnen (wobei nat\u00fcrlich auf die Form kein Wert gelegt wurde, klar;-)) sowie eine weitere Installation mit nicht viel Text sondern eher bildlich beschreiben, und ja, nix kommerzielles &#8211; was auch immer das heissen mag.<\/p>\n<p>Nachdem alles abgeschlossen war, begann ich zu resumieren und bemerkte das ich die Endresultate reduzierte. Vor allem am letzen Tag. Kurze Geschichte, inhaltlich reduzierte Bilder ohne europ\u00e4ischen Hintergrund und was mit ner Discokugel die nur angeleuchtet wird. Autsch.<\/p>\n<p>Aber dennoch Hoffnung das visuelle Mediengestaltung eine Art Botschaft vermittelt und nicht von der Anzahl der eingesetzen Projektoren, Techniken, Sensoren, \u00dcberlagerungen und Interaktionen abh\u00e4ngt. Sondern das es auch heissen kann klare und verst\u00e4ndliche Bilder zu transportieren. \u00c4hstetik zu schaffen und die Sch\u00f6nheit der Natur zu erweitern. Aber welcher Europ\u00e4er versteht schon das Ereignis wenn es in der W\u00fcste regnet. Eigentoor.<\/p>\n<p>Diese Hoffnung wurde also nicht erf\u00fcllt &#8211; was solls.<\/p>\n<p>Gerlernt habe ich dennoch viel<\/p>\n<p>Kunst darf nicht kommerziell sein<br \/>\nKunst muss keine Aussage haben<br \/>\nKunst kann einfach nur sein.<br \/>\nmit 28 ist man eigentlich zu alt zum lernen<\/p>\n<p>\u201e*Ich habe in die Zukunft geblickt und einen Morph gesehen.\u201c<br \/>\nvariable identit\u00e4ten<br \/>\n*Mark Dery; Cyber; 1996<\/p>\n<p>wenn du eine revolution machst, dann aus spass<br \/>\nmach\u00b4s nicht zu gewissenhaft,<br \/>\nmach\u00b4s nicht mit t\u00f6tlichem erst,<br \/>\nmach\u00b4s aus spass<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reflektionen \u00fcber Erwartungen, Hoffnungen und Realit\u00e4ten. Sichtlich erstaunt war ich, als ich am Freitag zur Mappenabgabe die R\u00e4umlichkeiten das erste Mal sah. 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